Sprecher 1×1: 5 Dos & Don´ts Eines Guten Sprechers

Dos and Don´ts eines Sprechers, Sprecher 1x1

Es gibt ein paar Dinge, die man als Sprecher beachten sollte, bevor man sich in eine Sprecherkabine begibt. Die meisten Sprecherkabinen sind klein, eng und stickig. Die meisten Mikrofone machen einen ziemlich guten Job und hören alles. Und die meisten Auftraggeber haben die Geduld nicht gerade mit Löffeln gefressen. Hier unsere 5 Dos and Don´ts für Sprecher.

 

Das Sprecher 1×1: 5 Dos eines guten Sprechers:

1. Stehe immer frühzeitig auf. Deine Stimme ist nämlich ein Langschläfer. Sie ist erst rund zwei Stunden später fit, als du. Und selbst dann haben viele Stimmen anfänglich noch Anlaufprobleme. Hast du also um 10:00 Uhr morgens einen Termin im Studio, solltest du bereits gegen 7:00 Uhr aufstehen, damit du auf der sicheren Seite bist. Bedenke das, wenn du Sprecher-Termine am Morgen vereinbarst.

2. Verzichte vor den Aufnahmen auf Alkohol, Kaffee, Cola, Milch und Schokolade. Das Alkohol bei bevorstehenden Aufnahmen nicht hilfreich sein wird, darüber brauchen wir wahrscheinlich nicht sprechen. Aber warum sollst du auf koffeinhaltige Getränke, Milch und Schokolade verzichten? Koffein setzt deinen Körper einem Dauerstress aus und hat außerdem einen dehydrierenden Effekt. Man hört deiner Stimme jede kleine Aufregung und jedes Unwohlsein an, verzichte also lieber auf übermäßigen Koffeinkonsum vor den Aufnahmen. Milch und Schokolade verschleimen den Hals, so dass du das Gefühl hast, du müsstest dich ständig räuspern oder schlucken. Auch nicht gerade hilfreich. Deshalb unser Tipp: stilles Wasser!

3. Sei für alle Fälle vorbereitet. Habe immer einen Stift, falls es kurzfristige Änderungen gibt, und stilles Wasser, gegen einen trockenen Hals dabei. Und mit dabei heißt nicht irgendwo draußen in den Weiten deiner Tasche, sondern wirklich bei dir in der Sprecherkabine. Die meisten Studios stellen bereits Wasser für dich bereit und haben auch Stifte in der Sprecherkabine liegen, aber sicher ist sicher. Auf Grund solcher Kleinigkeiten soll es zu keinen Verzögerungen kommen. Weitere hilfreiche Tools in der Sprecherkabine: ein Lippenpflegestift, Nasenspray und Taschentücher. Oft kommt es in den Wintermonaten zu trockenen Lippen beim Sprechen oder die Nase geht auf Grund der Heizungsluft zu. Sei perfekt vorbereitet!

4. Biete deinem Auftraggeber verschiedene Varianten an. Einige Auftraggeber haben ein klares Bild im Kopf, wie deine Stimme wenn alles fertig ist klingen soll, einige sind aber sehr dankbar für neuen Input. Es kommt nicht selten vor, dass Auftraggeber sich für „deine“ Art der Interpretation entscheiden, weil sie schlicht und einfach perfekt zu dir passt.

5. Mach keine große Sache aus Versprechern und Verhasplern. Entschuldige dich, wenn überhaupt, kurz und knapp und setzte eigenständig noch einmal am Anfang des Satzes oder der Stelle, in der du dich verhaspelt hast, erneut an. So verliert ihr keine Zeit bei den Aufnahmen und bleibt im Flow.

 

Das Sprecher 1×1: 5 Don´ts eines guten Sprechers:

  1. Sprudelwasser! Das Mikrofon hört alles. Wirklich alles. Jedes noch so kleine Aufstoßen, Schlucken und  Bauchgrummeln. Das kann peinlich werden…

2.   Knoblauch, Zwiebeln und Co! Die meisten Sprecherkabinen sind klein und durch ihre gute Schalldämmung, kommt bei geschlossener Türe weder Luft rein noch raus. Bedeutet: alle Körpergerüche, die du von dir absonderst, bleiben in der Kabine und das oft noch lange Zeit danach. Denk an deine Kollegen und verzichte auf alles, was unangenehm riechen könnte. Falls du mit mehreren Sprechern gleichzeitig aufnimmst, sollte das sowieso selbstverständlich sein.

3. Nicht vorbereitet sein! Wenn du die Möglichkeit hast, dich auf deinen Job vorzubereiten, dann mache es. Es gibt nichts Schlimmeres, als unvorbereitete Sprecher, die den kompletten Zeitplan sprengen. Wenn du Texte hast, die du im Vorhinein geschickt bekommst: perfekt! Arbeite sie durch, mache dir kleine Notizen oder streiche dir Betonungen an. Falls du keine Texte vorab bekommen hast, sei ausgeschlafen und siehe zu, dass deine Stimme es auch ist. Hier findest du das perfekte Einsprechprogramm für deinen Job.

4. Klimpernder Schmuck! Den kannst du privat gerne tragen, aber bitte nicht im Tonstudio. Jedes noch so kleine Geräusch ist bei der Aufnahme zu hören. Wenn also Ketten klimpern, Ohrringe rascheln oder du mit den Pailletten auf deiner Bluse geräuschvoll über das Sprecherpult fährst, könnt ihr die Aufnahme in die Tonne kloppen. Ziehe dich für Aufnahmen so an, dass deine Klamotten keine störenden Geräusche verursachen.

5. Nerviger Klugscheißer sein! Es gibt Menschen, die dafür bezahlt werden, gute Texte und Synchronfassungen zu schreiben. Keiner hat etwas dagegen, wenn du dich einbringst, aber übertreibe es nicht. Es ist nicht sympathisch, wenn du an jedem zweiten Satz rummäkelst und für die übrigen Sätze einen Verbesserungsvorschlag einbringst. Durch Unterbrechungen dieser Art störst du den Workflow ungemein und machst dich ganz nebenbei zu einem jener nervigen Sprecher, die nicht wieder gebucht werden.