Warum Dein Dialekt Deine Karriere Zerstört

Warum dein Dialekt deine Karriere zerstört - Wie du dir deinen Dialekt abtrainierst

Karrierekiller Dialekt

Die Stimme ist ganz klar deine Visitenkarte. Im Privaten, wie im Job. Sie ist dein Türöffner. Sie geht bei deinem Gegenüber auf direktem Weg ins Ohr – dagegen kann sich niemand wehren. Ein kurzes „Guten Morgen“ oder ein knappes „Hallo“, können viel bewirken – im positiven, wie im Negativen. Im besten Fall hast du dein Gegenüber mit deinem ersten Eindruck direkt in der Tasche, im Schlechtesten hast du es dir gerade selbst verspielt. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Stimme, inklusive Sprechweise, Wortwahl und Dialekt, beim ersten Eindruck eine sehr große Rolle spielt.

Wenn du deine Stimme bewusst einsetzt, hast du unfassbare Möglichkeiten

Du musst sie nur nutzen. In der heutigen Zeit, in der Kommunikation an erster Stelle zu stehen scheint, ist klar, dass auch im beruflichen Umfeld die Stimme und Sprache eine immer größere Position einnimmt. Wirklich überzeugend  ist nur derjenige, der weiß, wie er seine Stimme einzusetzen hat. Und wir sprechen hier nicht von reinen Telefonkräften, sondern von ausnahmslos jedem Job.

Piepsige Stimmen sind Karrierekiller

Mit hohen, piepsigen Stimmen assoziieren wir mangelnde Kompetenz und Unsicherheit. Das hört sich hart an, entspricht aber leider der Realität. Einem Menschen, der nur aus der Brust heraus spricht, unterstellen wir, dass er nicht belastbar, irritiert und verängstigt ist. Kommt dazu noch ein unsicheres äußeres Auftreten, wie hängende Schultern, ausweichende Blicke, überkreuzte Füße oder hektische, unkoordinierte Bewegungen, ist das Bild des Mauerblümchens perfekt. Keiner wird dir etwas zutrauen, keiner wird dich ernst nehmen.

Kommt jetzt noch ein Dialekt hinzu, kannst du einpacken

Wer Hochdeutsch nicht draufhat, verliert an Kompetenzpunkten. Ähnlich wie bei einer piepsigen Stimme, nehmen wir Menschen, die einen extremen Dialekt sprechen, weniger ernst. In deinem Heimatort, wirst du selbstverständlich verstanden, aber triffst du beruflich auf Auftraggeber oder Kollegen aus einem anderen Teil des Landes, sieht es schlecht aus. Dein Gegenüber sollte dich ohne Anstrengung verstehen und dir problemlos folgen können. Dies ist bei Dialekten selten der Fall. Je schwerer deinem Gegenüber das Zuhören fällt, desto schneller hört es weg.

Wenn sich also dein Chef entscheiden muss, zwischen dir, mit Dialekt, und einem anderen Bewerber, der klares Hochdeutsch spricht, wirst du aller Voraussicht nach verlieren. Warum sollte er es sich schwerer machen, als er muss? Hinzu kommen Klischees und Vorurteile, die mit Dialekten verbunden sind. Sächsisch und Schwäbisch zählen zu den weniger beliebten Dialekten. Aber auch mit Bayrisch assoziiert der Zuhörer ein klares Bild. Spricht eine junge Frau bayrisch, meint das Gegenüber ein Mädchen vom Land vor sich zu haben, das auf einem Bauernhof mit Kühen großgeworden ist. Die knallharte Geschäftsfrau nimmt man ihr auf Anhieb leider nicht ab. Spricht jemand mit kölschem Dialekt, hat ein Hamburger gleich die ausufernde Karnevalsparty vor Augen, Schwaben und Sachsen werden mit einem Augenzwinkern betrachtet, da der Dialekt für Außenstehende meist lustig wirkt. Hier passiert es schnell, dass man den Betroffenen unterbewusst eine geringe Bildung unterstellt.

Lerne mit deinem Dialekt umzugehen

Tu dir selbst einen Gefallen und lerne zwischen deinem Heimatdialekt und Hochdeutsch zu switchen. Niemand verlangt von dir, dass du deinen Dialekt komplett ablegst, aber wenn du außerhalb der Stadtmauern erfolgreich mit beiden Beinen im Job stehen und anerkannt werden möchtest, solltest du an dir arbeiten. Ein Hauch von Dialekt kann sympathisch wirken und deine Persönlichkeit sogar unterstreichen, aber wenn es zu viel wird, lenkt dein Dialekt vom Wesentlichen, nämlich vom Inhalt, zu sehr ab.